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The Urban Xplorer

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RegisterTUX//IND//2016//0030

🇩🇪 Norton

Akte
TUX//IND//2016//0030
Kategorie
Industrie IND
Region
Rheinland
Ort
Befahrung
2016
Erst­veröffentlichung
Lesezeit
4 Min.

Manchmal sind die Orte, die im ersten Moment unscheinbar wirken, genau diejenigen, die die spannendsten Geschichten zu erzählen haben. Ein solcher Ort sind die Norton-Werke. Die Faszination für solche alten industriellen Stätten mag auf den ersten Blick unverständlich erscheinen – sie sind oft roh, staubig und nicht gerade ein Ort der Ästhetik. Doch darin liegt genau ihre Schönheit. Sie sind Orte des Lebens, der Arbeit und der Geschichte.

Die Deutsche Norton wurde 1909 gegründet und nahm ihren Betrieb am 1. Juli 1910 mit 60 Arbeitern auf. Es war eine Zeit des Aufbaus, des Fortschritts und der industriellen Revolution. Mit ihren Rund- und Tunnelbrennöfen erzeugte sie verschiedene Schleifprodukte und feuerfeste Erzeugnisse.

Doch diese Zeiten waren auch geprägt von Krieg und Not. Während des Nationalsozialismus beschäftigte das Unternehmen mehrere hundert Fremd- und Zwangsarbeiter aus Ostmitteleuropa. Ein dunkles Kapitel in Nortons Geschichte, das sich nicht auslöschen lässt.

Trotz der Zerstörung durch Bombenangriffe während des Zweiten Weltkrieges blieb das Unternehmen bestehen und erlebte nach dem Krieg einen blühenden Aufschwung. Das Werk vergrößerte sich stetig und in den 1970er Jahren begann Norton auch mit der Herstellung hochfeuerfester Erzeugnisse.

Doch wie alle Geschichten hatte auch diese ein Ende. 1992 wurde das Tochterwerk geschlossen und die meisten Mitarbeiter verloren ihre Jobs. Seitdem steht das ehemalige Fabrikgelände leer und verfällt langsam. Es ist ein Ort, der sowohl von menschlicher Arbeit und Innovation als auch von Verfall und Vergessenheit zeugt.

Dennoch, in all dem Verfall liegt eine gewisse Schönheit. Die alten Maschinenhallen, die Backsteinmauern, die verlassenen Büros – sie alle erzählen eine Geschichte. Es ist, als ob man in eine andere Zeit eintaucht, in der die Maschinen noch liefen und die Hallen voller Arbeiter waren.

Trotz des Verfalls werden Orte wie diese nicht vergessen. Sie sind Zeugen unserer Geschichte und verdienen es, erhalten zu werden. Vielleicht wird das Gelände in Zukunft neuen Leben eingehaucht und neue Geschichten werden geschrieben. Bis dahin bleibt es ein Ort der Erinnerung – ein Ort, der uns daran erinnert, wo wir herkommen und was wir erreicht haben.

Weite leere Industriehalle mit Betonstützen und Graffiti im Lost Place Norton Hohe Industriehalle mit Stahltreppe und farbigem Graffiti im Lost Place Norton Blauer Speichertank und Graffiti in verlassener Werkhalle des Lost Place Norton Leere Werkhalle mit Stahltreppe und großflächigem Graffiti im Lost Place Norton Symmetrische Industriehalle mit Stahlfachwerkdach und Graffiti im Lost Place Norton Norton Langer Werkstattgang mit Backsteinwand und Graffiti im verlassenen Lost Place Norton Innenwand mit Graffiti und Türdurchbruch im verlassenen Lost Place Norton Leere lichtdurchflutete Halle mit Fensterband und Grün im Lost Place Norton Helle leere Werkhalle mit niedriger Decke und Fensterband im Lost Place Norton Mehrschiffige Industriehalle mit grünen Stützen und Graffiti im Lost Place Norton Tiefe Stützenhalle mit grünen Pfeilern und Verfall im Lost Place Norton Verwüsteter Buerogang mit herabhängenden Dämmplatten und Graffiti im Lost Place Norton Verrusster Raum mit Graffiti auf Betonriegel im verlassenen Lost Place Norton Mehrschiffige Halle mit grünen Stützen und Bodenkanal im Lost Place Norton Backsteinraum mit Graffiti und Lichtstrahl durch Fenster im Lost Place Norton Dunkler Backsteinraum mit Graffiti und gegenlichtigem Fenster im Lost Place Norton

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